Gestalttage

Die Gestalttage sind die jährliche Fachtagung der Fachsektion Integrative Gestalttherapie.

Sie finden abwechselnd in verschiedenen Bundesländern statt.



Folder Gestalttage 2018

 GESTALTTAGE 2018 FS IG

zum Nachschauen und Nachhören

SEXUALITÄT. MACHT. GESCHLECHTER.

TAGUNGSTHEMA

Die Überflutung unseres Sehsinns und unserer Vorstellung mit ­sexuellen Bildern lässt den Eindruck entstehen, als wäre das Sexuelle zwar omnipräsent, doch seines Geheimnisses und seiner Macht beraubt – ausschließlich „schön und ­ekstatisch und überhaupt nichts ‚­Dreckiges‘“ (Perls, Hefferline, Goodman; 1951) – und als hätte uns die Sexuelle Revolution ’68 vom Rätsel des Begehrens befreit.
Diese Tagung unternimmt den Versuch der Annäherung an das Wesen und die Widersprüchlichkeit des Themas vor dem Hintergrund ­individueller und gesellschaftlicher Erfahrung und ihrer ­therapeutischen Relevanz.







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Vortrag WOLFGANG TILL

Erotik und Sexualität in Übertragung und Gegenübertragung

Erotik und Sexualität sind zentrale Bereiche (zwischen-)menschlichen Lebens und finden daher in der therapeutischen Beziehung, in Wünschen und Phantasien von KlientInnen und TherapeutInnen, also in Übertragungen und Gegenübertragungen, ihren Niederschlag.
Anhand theoretischer Überlegungen und von Fallbeispielen werden folgende Aspekte diskutiert: Tabuisierung dieser Phänomene, Ent­gleisung und missbräuch­licher Umgang, ­konstruktive Nutzung für die therapeutische Arbeit, Funktion sexueller/erotischer Über­tragungen abhängig von Persönlichkeit und Strukturniveau, Bedeutung einer anders- oder gleichgeschlechtlichen KlientIn-TherapeutIn-Dyade.
Der Vortrag soll zu Nachdenken und offenem Austausch über dieses „heikle“ Thema anregen.





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Vortrag HANNA HACKER       

Feministische Politik zu Sexualitäten

Feminismus hat von seinen Bewegungs­ anfängen an Sexualitäten thematisiert, sexuelle Normen attackiert, vielfältige Kon­troversen zu diesem Politikfeld ausgetragen und richtungsweisende Theorieansätze dazu erarbeitet. Nach einem kurzen historischen Rückblick konzentriert sich mein Vortrag auf rezente (queer- und trans*-)feministische Entwicklungen: Was bedeutet „Sex/Gender“, „Begehren“, „sexuelle Identifikation“ heute?

Nicht-normative Selbstverständnisse drücken sich in Kürzeln wie FLIT, QINT, QTPoC aus: Was ist damit gemeint, und mit welchen ­feministischen Theorien und Aktivismen ­verbinden sie sich?





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Vortrag SONJA DÜRING   

Sexualität und Sexualisierung - zur ­Psychodynamik von pornografischen Süchten

Die Sexualisierung, d.h. die Nutzung der Sexualität zu Zwecken der Abwehr, eignet sich, wie stoffgebundene Drogen auch, Unlustgefühle in Lustgefühle umzuwandeln, Leere zu füllen, Ängste scheinbar zu bewältigen. Sie ist Bestandteil unserer Sexualität und bestimmt deren Psychodynamik.

Vor diesem Hintergrund soll u.a. der steigende, und z.T. suchtartige Pornografiekonsum von Männern betrachtet werden und die Frage gestreift werden, welche Auswirkungen dies auf die Paarbeziehungen hat.

www.zap-nord.de





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Vortrag ILSE SEIFERT    

Gestalttherapie und Sexualität – naht das Ende des Dornröschenschlafs?

In der Theorie der Gestalttherapie kommt das Thema Sexualität nicht vor, eigene Modelle für gestalttherapeutisches Handeln in Bezug auf Sexualität fehlen. Wie ist das zu erklären?

Was spricht dafür, diesem Dornröschenschlaf ein Ende zu bereiten? Und wie könnte gelingendes gestalttherapeutisches Handeln aussehen? Anhand dieser Fragen möchte der Vortrag sich auf eine Spurensuche begeben.

www.seifertgestalttherapie.de



Nachlese Workshop 2

Martin Geiger: Sexualität in der KlientInnen-Begegnung


Workshop Martin Geiger (Psychodramatiker)

KlientInnen wollen in ihrer Sexualität (und der Not der Einschränkung) wahrgenommen werden. Vom Rollenrepertoire als PsychotherapeutIn hängt das Gelingen dieses Vorhabens entscheidend ab. Der Workshop beschäftigt sich mit der Behandlung sexueller Störungen (Fallbeispiele) und soll zur Weiterentwicklung der Begegnungsqualität mit unseren KlientInnen anregen.


Nur für Mitglieder:



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